Wenn du das erste Mal eine Flasche Monoï de Tahiti in der Hand hältst, fällt dir zweierlei auf: der Duft, der sofort an tropischen Sommer und Meer erinnert, und die Tatsache, dass das Öl bei kühleren Temperaturen fest wird. Beides hat denselben Grund – Monoï ist ein Naturprodukt mit einer sehr eigenen Geschichte.
Für uns ist dieses Öl das Herzstück von Anakena. Deshalb möchten wir dir hier erklären, was Monoï de Tahiti tatsächlich ist, warum sein Name geschützt ist. Und, last but not least, wie du es am besten verwendest.
Ein Öl aus zwei Hauptzutaten
Monoï de Tahiti ist ein Mazerat: Frische Blütenknospen der Tiare Tahiti (Gardenia tahitensis) werden in raffiniertes Kokosöl eingelegt und geben dort über 12 Tage ihren Duft und ihre pflegenden Bestandteile ab.
Die Tiare ist die Nationalblume Französisch-Polynesiens – eine weiße, sternförmige Blüte mit einem Duft, der an Jasmin erinnert. Sie wird von Hand gepflückt und muss spätestens am Tag nach der Ernte verarbeitet werden, sonst verliert sie ihr Aroma. Das Kokosöl stammt vom getrockneten Fruchtfleisch der Kokosnuss, dem Coprah. Auf den Inseln gilt die Kokospalme als Baum des Lebens: Sie ernährt, schützt und liefert Material für fast alles.
Aus dieser Verbindung entsteht ein leichtes, seidiges Öl – von der Konsistenz her elegant, im Duft unverwechselbar.
Wie Monoï de Tahiti hergestellt wird
Das Verfahren heißt Enfleurage und ist genau festgelegt. Die frischen Tiare-Knospen ziehen zwölf Tage lang im Kokosöl, mindestens zwölf Blüten auf einen Liter. Erhitzt wird dabei nichts – die Blüten geben ihren Duft bei Raumtemperatur ab, und genau deshalb braucht es diese Zeit.
Anschließend ruht das Mazerat 24 Stunden, wird gefiltert, gereinigt und mit natürlichem Tocopherol versetzt. Tocopherol ist die Fachbezeichnung für Vitamin E; es wirkt als Antioxidans und hält das Öl frisch. Damit besteht Monoï de Tahiti am Ende aus Kokosöl, Tiare-Blüte und Vitamin E. Mehr braucht es nicht – alle Angaben zu unseren Produkten findest du auf der Seite Inhaltsstoffe.
Geschützte Herkunft: die Appellation d’Origine
In den achtziger Jahren war der Markt voller Nachahmungen. Vieles, was als „Monoi“ verkauft wurde, hatte mit Polynesien nichts zu tun. 1992 hat Frankreich deshalb reagiert und Monoï de Tahiti eine Appellation d’Origine zuerkannt – dieselbe Art von Herkunftsschutz, die du von Champagner oder Parmigiano Reggiano kennst. Monoï war damit das erste Kosmetikprodukt der Welt mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung.
Das Dekret Nr. 92-340 legt bis heute genau fest, was diesen Namen tragen darf: Die Tiare-Blüten müssen aus Polynesien stammen und die Herstellung muss in Französisch-Polynesien erfolgen. Der Prozentanteil und der Stempel der Appellation d’Origine gehören auf das Etikett.
Für dich bedeutet das: Der Name steht nicht nur für einen Duft, sondern für eine überprüfbare Herkunft.
So erkennst du echtes Monoï-Öl
Achte auf die Bezeichnung. „Monoï de Tahiti“ mit dem Siegel der Appellation d’Origine ist etwas anderes als ein Öl „mit Monoi-Duft“.
Und beobachte das Öl selbst. Unterhalb von etwa 24°C wird Monoï fest und milchig-weiß. Das ist kein Qualitätsmangel, sondern eine Eigenschaft des Kokosöls. Stell die Flasche einfach kurz in warmes Wasser, dann ist es wieder klar und flüssig. Wenn dir bei uns eine Tiare-Blüte in der Flasche auffällt: Warum sie dort schwimmt, erzählen wir in einem eigenen Beitrag – Was „schwimmt“ da in der Monoï-Flasche?
Sanft genug für die ganze Familie
Unser Monoï de Tahiti ist vegan und dermatologisch getestet. Und: Wir haben sie von unserem Sicherheitsbewerter prüfen lassen – das Öl darf, ebenso wie unser Duschgel Haut & Haar, bei Kleinkindern von 0 bis 3 Jahren angewendet werden.
In Polynesien ist das seit jeher selbstverständlich. Dort gehört die Massage mit Monoï nach dem Bad zu den ersten Ritualen im Leben eines Kindes. Ein paar Tropfen genügen für Arme und Beine, die Augenpartie bleibt ausgespart.
Wie du Monoï-Öl verwendest
Am schönsten wirkt Monoï direkt nach dem Duschen. Wärme ein paar Tropfen zwischen den Handflächen und trage sie auf die noch leicht feuchte Haut auf – so verteilt sich das Öl mühelos und zieht besser ein. Besonders dankbar sind Schultern, Dekolleté, Ellenbogen und Füße. Fürs Gesicht reicht eine ganz kleine Menge, die du mit den Fingerspitzen sanft einarbeitest.
Als Haarkur entfaltet Monoï seine ganze Wirkung: besonders in Längen und Spitzen einmassieren, mindestens fünfzehn Minuten einwirken lassen, gern auch über Nacht mit einem Handtuch auf dem Kissen, danach mit einem milden Shampoo auswaschen. Für trockene Spitzen zwischendurch genügen ein paar Tropfen leicht einmassiert.
Und hier noch ein paar weitere Tipps: Auch als Massageöl ist Monoï wunderbar – seine leichte Textur lässt sich gleichmäßig verteilen, und der Tiare-Duft macht daraus ein kleines Ritual. Ein paar Tropfen im Badewasser hüllen die Haut in einen feinen Pflegefilm. Und nach einem langen Tag am Strand ist Monoï ein klassisches After-Sun-Öl; Sonnenfilter enthält es nicht, dafür ist weiterhin deine Sonnencreme zuständig.
Weitere Anwendungsideen findest du in unserem Beitrag zur natürlichen Sommerhaarpflege mit Monoï de Tahiti.
Monoï steckt in jedem unserer Produkte
Das Öl gibt es bei uns nicht nur pur. Monoï de Tahiti ist die Zutat, die unsere gesamte Pflegeserie verbindet: Du findest es in der Körperlotion und in der Gesichtscreme.
Deshalb tragen alle unsere Produkte denselben feinen Tiare-Duft – vom Morgen unter der Dusche bis zur Pflege am Abend. Wenn du die ganze Serie kennenlernen möchtest, gibt es sie auch als Set mit allen vier Produkten.
Unser Monoï de Tahiti
Unser Öl wird in Tahiti nach genau diesem traditionellen Verfahren hergestellt und trägt die Appellation d’Origine. Für den europäischen Markt wird es anschließend abgefüllt und kommt in der 100-ml-Flasche zu dir.
Ohne dieses Öl gäbe es Anakena nicht – es ist der Ursprung unserer gesamten Pflegeserie. Die ganze Geschichte, von der Blüte bis zur Flasche, erzählen wir auf unserer Monoï-Themenseite.
Du möchtest es ausprobieren? Das Monoï de Tahiti (100 ml) und unsere gesamte Pflegeserie findest du direkt in unserem Online-Shop.